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The Sounds of God - Eine Nacht der spirituellen Musik

13. September 2017

Mit dem GURDJIEFF ENSEMBLE (Armenien), FAIZ ALI FAIZ  (Pakistan) sowie WU WEI (China) & ULRICH MORITZ (Deutschland) mit MARIAM WALLENTIN (Schweden)

 

Freitag, 20. Oktober, martini-Park, Theater Augsburg, Provinostraße 52

Einführungsgespräch ab 18.30 Uhr

Konzerte von 20.00– 00.45 Uhr

 

»Musik ist die beste Gottesgabe und dem Satan sehr verhasst«, sagte Martin Luther. Bei »The Sounds Of God – eine Nacht der spirituellen Musik« treten hochkarätige internationale Künstler*innen auf, deren Musik in einem spirituellen oder religiösen Kontext tief verwurzelt ist. Die ausgewählten Künstler*innen stehen für eine wahrhaftige wie individuelle Auslebung von Spiritualität jenseits des gängigen Kults in ihren Regionen, für das Bekenntnis zur eigenen spirituellen Überzeugung und ihrem künstlerischen Wirken in der Musik. »Die Musiker bzw. deren Musik stehen für ein individuelles Streben nach Spiritualität – durch die Musik. Das Bekenntnis zur individuellen, wahrhaftigen und spirituellen Überzeugung, zur Freiheit des Individuums kann damit auch als Brücke zu einem der Kernthemen Luthers gesehen werden.« So Kurator Girisha Fernando. Teilweise geschieht das Praktizieren der Musik in der jeweiligen Heimat unter Lebensgefahr. Gerade Sufi Musiker*innen in Pakistan sind immer wieder Ziel von Attentaten der fundamentalistischen Taliban. 

Die Programmauswahl mit dem armenischen Gurdjieff Ensemble, dem pakistanischen Sänger Faiz Ali Faiz, und der Begegnung des chinesischen Musikers Wu Wei mit der schwedischen Avantgarde Jazzsängerin Mariam Wallentin reflektiert eine zentrale Botschaft des Augsburger Religionsfriedens: diverse musikalische Stile aus verschiedenen Erdteilen und Weltreligionen begegnen sich, künstlerisch unterschiedlich artikulierte Spiritualität wird erfahrbar gemacht. Kurator Girisha Fernando ist es dabei erneut gelungen, ganz außergewöhnliche Künstler*innen nach Augsburg zu holen: Das Gurdjieff Ensemble und Faiz Ali Faiz (Pakistan) sind bisher selten in Deutschland aufgetreten. In der aktuellen Saison ist der Auftritt in Augsburg der einzige in Süddeutschland. Beide spielen jedoch 2018 unabhängig voneinander auch in der Elbphilharmonie. Nur in Augsburg bekommt man sie zusammen zu hören.

Die Augsburger Konzertnacht »The Sounds of God«  fand erstmalig im Herbst 2012 statt. In der Zwischenzeit gab es während des Friedensfests einen kleineren Ableger davon, das »Mitternachtskonzert«. Zum Reformationsjahr bot sich die Gelegenheit, wieder eine große Ausgabe des Formats zu machen – Augsburgs neuer Theaterintendant André Bücker war angetan von dem Konzept und so gibt es nun die erste Kooperation mit dem Theater Augsburg und ihrer neuen Spielstätte, dem martini-Park. Wie schon bei vorherigen Ausgaben der »Sounds of God« wird es auch an diesem Ort möglichen sein, auf Kissen und Teppichen liegend den Klängen zu lauschen: Der Orchestergraben wird mit Teppichen und Kissen zu einem orientalischen Lounge-Bereich umgestaltet!

Veranstalterin Christiane Lembert-Dobler vom Friedensbüro freut sich auf diese besondere Ausgabe der Konzertnacht: »Im Reformationsjahr möchten wir mit international berühmten Musiker*innen und unterschiedlichen „Sounds of God“ nochmal ein ganz besonderes Highlight setzen. Martin Luther hielt Musik für ein Geschenk Gottes und Ausdruck des menschlichen Miteinanders. In den meisten Religionen – aber auch für Menschen ohne explizit religiöse Anbindung – sind Musik und Spiritualität sehr eng miteinander verbunden. Sowohl das Hören als auch das Musizieren selbst sind spirituelle Praxis. Das Eintauchen in die unterschiedlichen spirituellen Klänge wird ein einmaliges Erlebnis!«

 

Das Programm in der Übersicht:

 

20.00 – 21.10 Uhr

GURDJIEFF ENSEMBLE (Armenien)

Unter der Leitung von Levon Eskenian bringt das international gefeierte Gurdjieff Ensemble den Zauber und die Mystik armenischer sakraler Musik, eingebettet in filigranen Arrangements, glänzend zum Ausdruck. Auf typischen Instrumenten der Region, wie der Laute Oud, dem Streichinstrument Kamancha, dem Doppelrohrblatt Zurna, der Flöte Pogh, der doppelköpfigen Basstrommel Tmbuk, dem Hackbrett Santur, dem langhalsigen Saiteninstrument Tar sowie Burvar, einem Räuchergefäß mit Schellen, wird eine  akustische Brücke zu einer jahrhundertealten christlichen Musiktradition beschritten. Zu hören sind u.a. Kompositionen von Komitas Vardapet (1869-1935), Priester, Komponist, Musiker, Ethnologe und Musikwissenschaftler, allgemein als der Begründer der modernen klassischen Musik Armeniens bezeichnet.

 

21.45 – 22.55 Uhr

FAIZ ALI FAIZ  (Pakistan)

Der Sänger Faiz Ali Faiz aus Lahore in Pakistan gilt als legitimer Nachfolger des legendären Qawwali-Virtuosen Nusrat Fateh Ali Khan. Seine dynamischen Interpretationen zählen jetzt schon zum klassischen Repertoire dieser tief in der mystischen Tradition des Sufismus verwurzelten Musikform des indischen Subkontinents, in der die Annäherung an Gott durch ekstatischen Gesang praktiziert wird. Begleitet wird er dabei von Tablas, rhythmischem Händeklatschen, tranceartigen Gesängen, sowie dem Harmonium.

 

23.30 – 00.40 Uhr

WU WEI (China) & ULRICH MORITZ (Deutschland) mit MARIAM WALLENTIN (Schweden)

Der in Berlin und Shanghai lebende Wu Wei ist ein Meister auf der viertausend Jahre alten Sheng, einer chinesischen Art der Mundorgel. Er hat neue Techniken auf dem ehrwürdigen Instrument entwickelt und es mit seinem zeitgenössischen Ansatz versehen. Im Zusammenspiel mit dem Perkussionisten Ulrich Moritz arbeitete er  an der Synthese von traditioneller chinesischer Musik, außereuropäisch geprägter Rhythmik und freier Improvisation: vielschichtige meditative Klangbilder, die in tiefe Abgründe tauchen und dort neue Welten eröffnen. Die Philosophie ihrer Musik ist eine der Hingabe, ein Streben nach Spiritualität durch die Musik. Exklusiv und erstmalig treffen bei »The Sounds of God« Wu Wei und Ulrich Moritz auf die schwedische Sängerin Mariam Wallentin. Sie ist sowohl in der internationalen Avantgarde Jazz Szene zu Hause wie auch in kontemporärer experimenteller Popmusik. Ein großes Experiment, ein musikalisches Gipfeltreffen.

Weitere INFORMATIONEN:

Ab 18.30 findet im Theaterfoyer ein Einführungsgespräch mit den auftretenden Musiker*innen und Oliver Kontny (Forschung im Bereich Spiritualität und Performance) zum spirituellen Kontext der Musik statt. Hier befindet sich auch die Licht-und Rauminstallation „Transit – Lutherrose“ von Sebastian Giussani. Daneben werden indische Spezialitäten (von der Deutsch-Indische Gesellschaft Augsburg) und Getränke den ganzen Abend über angeboten. Der Orchestergraben wird mit Teppichen und Kissen zu einem orientalischen Lounge Bereich vor der Bühne für die Besucher*innen umgestaltet.

 

Veranstalter: Friedensbüro im Kulturamt der Stadt Augsburg (Leitung: Christiane Lembert-Dobler) in Kooperation mit dem Theater Augsburg im Rahmen des Augsburger Jubiläumsprogramms zu 500 Jahre Reformation: »Mutig bekennen, friedlich streiten«.

Kurator: Girisha Fernando

 

Karten: VVK im Theater Augsburg und unter www.theater-a.de

€18,- / €14,-  ermäßigt  €13,- / €10,50

 

Weitere Informationen: www.friedensstadt-augsburg.de