Leichte Sprache Marke

Herzlich willkommen auf der Internet-Seite der Friedens-Stadt Augsburg!
Wir möchten, dass viele Menschen mehr über unsere Themen erfahren können.
Aus diesem Grund sind viele Texte hier in Leichter Sprache.
Leichte Sprache ist gut zu verstehen.
Sie ist ein Mittel zur Barriere-Freiheit.
Hier können Sie auf die Leichte Sprache umstellen.

Alles klar!

Service

Terminkalender

Martinstage: "Und wenn die Welt voll Teufel - Bilder des Bösen, Gewalt und Gerechtigkeit in der Kunst

  • Reformation 2017
  • Film
  • Gespräch
  • Lesung
12.10.17 Do
19:00 - 21:30 Uhr

»Und wenn die Welt voll Teufel wär« – diese Vision gehört zu den stärksten Angstszenarien des späten Mittelalters. Die Vorstellung einer Bedrohung durch das allgegenwärtige Böse ist fest verankert in Werk und Denken des Reformators. Die Rettung war für Martin Luther das göttliche Wort und die Existenz des Erlösers. Martin Luthers Texte sprechen eine beredte Sprache über diese Welt voller Bedrohung und Strafe. Sie werden lebendig durch die Stimme der Schauspielerin Jule Ronstedt. Die Vorstellung und die Darstellung des Bösen haben sich in der heutigen Zeit gewandelt, die Bedrohungen allerdings sind ebenso vorhanden wie medial omnipräsent. Was für Luthers Welt noch zum Alltäglichen gehörte – das reale Erleben von Gewalt und Bedrohung – war zumindest in Europa lange auf die Schirme der Virtualität gewandert. Erst durch den Krieg in Jugoslawien und die Terror-Erfahrungen der letzten Jahre sind diese Bedrohungen wieder in die Nähe der europäischen Gesellschaft gerückt.

Die Kunsthistorikerin Charlotte Klonk hat sich mit dem ihrer Profession eigenen Detailblick mit den aktuellen Darstellungen und Inszenierungen von Schreckensbildern in den Medien beschäftigt. Sie stellt vor allem die Frage nach der Verantwortlichkeit bei der Präsentation dieser Bilder. Durch diese Bilder kommt es immer wieder zu raschen Meinungsbildungen und Vorurteilen, vor allem gegenüber den Menschen aus bestimmten Regionen, die mit Terror in Verbindung gebracht werden.

Der Journalist und Jurist Ronen Steinke (»Der Staat gegen Fritz Bauer«) beschreibt eine der vergessenen Gesellschaften aus der Schreckenszeit des Faschismus in Deutschland – das arabische Berlin der 30er Jahre. Seine reale Geschichte der Rettung der jungen Jüdin Anna Boros durch den Ägypter Mohamed Helmy zeigt deutlich, dass zwischen Urteil und Eindruck oft ein schmaler Grat liegt.

Eva-Maria Bertschy, die sich als Partnerin des Schweizer Regisseurs Milo Rau bei Projekten wie »Hate Radio« und »Das Kongo Tribunal« immer wieder mit den Ambivalenzen der Gewalt auseinandergesetzt hat, ergänzt die Gesprächsrunde mit Ausschnitten aus dem Film »Das Kongo Tribunal«.

 

Mitwirkende: Eva-Maria Bertschy, Charlotte Klonk, Jule Ronstedt, Ronen Steinke

Moderation: Lukas Hammerstein

Karten erhalten Sie über https://friedensstadt-reformation-augsburg.reservix.de oder die Vorverkaufsstellen in der Bürgerinformation, Touristinformation am Rathausplatz oder dem AZ Kartenservice.

Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

Zeughaus - Filmsaal, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg Anfahrtskarte öffnen