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»DenkRaum« mit Dr. Ludwig Spaenle am Donnerstag, 16.1.: »Gesicht zeigen, Haltung zeigen – Antisemitismus begegnen«

13. Januar 2020

Erst letzte Woche sorgten die »Augsburger Friedensgespräche« mit Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm für einen vollen Goldenen Saal. Diese Woche lädt das Friedensbüro im Kulturamt der Stadt Augsburg nun mit seinem Kooperationsnetzwerk Volkshochschule, Evangelisches Forum Annahof und Jüdisches Museum Augsburg zu einer weiteren Veranstaltung im Format »DenkRaum« in den Jazz Club in der ein Philippine-Welser-Straße 11 ein. Das Thema lautet diesmal: »Gesicht zeigen, Haltung zeigen – Antisemitismus begegnen«.

 »Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 41% der Bevölkerung latent antisemitisch sind. Das ist erschreckend – aber ist es tatsächlich neu? Manche bezeichnen die jährlichen Feiern zum Gedenken an die Opfer des Holocaust mittlerweile als „Gedächtnistheater“ und das Abspulen von Betroffenheit nach antisemitischen Anschlägen als unwirksame Geste. Konsequentes Eintreten gegen Antisemitismus ist von allen und in jeder Situation gefragt. Dazu müssen wir ihn in allen Nuancen erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen«. erklärt Christiane Lembert-Dobler, Leiterin des Friedensbüros.

Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle erfolgte der fast schon ritualisierte Aufschrei der Politiker*innen, die beschwören, dass wir in Deutschland keinen Antisemitismus dulden dürfen. Dabei hat sich schon lange eine Radikalisierung in unserer Gesellschaft abgezeichnet, die zunehmend antijüdische Ressentiments offenlegt. Und schlimmer noch: Diese werden von vielen akzeptiert, sind salonfähig. Doch wie werden Entsetzen und Betroffenheit über antisemitische Taten und Solidarität mit jüdischen Menschen nicht nur mit Worten und symbolischen Gedenkfeiern zum Ausdruck gebracht? Welche Handlungsstrategien müssen der Staat auf der einen und die Zivilgesellschaft auf der anderen Seite entwickeln? Der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, wird im DenkRaum sein Modell vorstellen und diskutieren.

Eckdaten der Veranstaltung:

DenkRaum: »Gesicht zeigen, Haltung zeigen« – Antisemitismus begegnen. Die Strategie des Antisemitismusbeauftragten Dr. Ludwig Spaenle

Mit: Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D.
Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe

Moderation: Dr. Barbara Staudinger, Leiterin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben

Datum und Ort: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 19:00 Uhr

Jazz-Club Augsburg, Philippine-Welser-Straße 11, Augsburg

Tickets: 7€/ 5€ erm., – online erhältlich unter www.reservix.de, bei der Bürger- und Tourist-Info am Rathausplatz, dem AZ-Kartenservice, sowie bei allen Vorverkaufsstellen mit Reservixsystem. Restkarten ab 18:30 an der Abendkasse.

Weitere Infos: www.friedensstadt-augsburg.de

Informationen zum Format:

Der »DenkRaum« ist ein Kooperations-Format des Friedensbüros der Stadt Augsburg, der Volkshochschule, dem Evangelischen Forum Annahof und dem Jüdischen Museum Augsburg. Die partizipative Redereihe bietet die Möglichkeit, aktuelle gesellschaftspolitische Themen mit Expertinnen und Experten zu diskutieren. Der DenkRaum ist als flexibles Format gedacht, das in lockerer Atmosphäre zu Austausch und Auseinandersetzung anregen möchte, und das je nach Thema und Gast anders gestaltet sein kann – zum Beispiel als Vortrag, Lesung oder Workshop. Den erfolgreichen Auftakt machte im März 2019 ein Abend zum Thema Hannah Arendt und die Menschenrechte, bei dem sich im restlos ausverkauften Jazz-Club viele anregende Gespräche entwickelten. Es folgte ein Gespräch mit der Journalistin Mešale Tolu und eine Lesung mit der Autorin und Journalistin Sophie Passmann.

>> Bitte vormerken: Nächster DenkRaum am Donnerstag, 26.03.2020 um 19 Uhr im Jazzclub Augsburg zum Thema »Antisemitismus im Internet« mit Dr. Annette Seidel-Arpaci.

Vielen Dank für einen Hinweis. Bei Interviewanfragen sind wir gerne behilflich.

Weitere Informationen & Termine: www.friedensstadt-augsburg.de

 

ALLGEMEINE INFOS ZUM FRIEDENSBÜRO

Das Friedensbüro ist eine Einrichtung im Kulturamt der Stadt Augsburg und wird geleitet von Christiane Lembert-Dobler. Es organisiert Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest, das Festival der Kulturen, Vorträge und Tagungen. Im Zentrum seines komplexen Arbeitsbereichs stehen die gesellschaftliche Vielfalt und die Vermittlung eines friedlichen Zusammenlebens zwischen den Bürger*innen in Augsburg und der Region – unabhängig von deren Herkunft, Religion, Hautfarbe, Alter, Behinderung und sexueller Orientierung.

Zu weiteren relevanten gesellschaftspolitischen Themen, die wie z.B. die Rüstungs- und Flüchtlingspolitik oder die Antidiskriminierung im Friedenskontext stehen, regt das Friedensbüro den bürgerschaftlichen Diskurs an. Zudem begleitet es den interreligiösen Dialog am Runden Tisch der Religionen. Zentrales Merkmal des Friedensbüros ist die wertschätzende und konstruktive Arbeit in einem breit aufgestellten Netzwerk mit vielen Partner*innen, mit Vereinen, der Universität, Künstler*innen und Religionsgemeinschaften.

Das Augsburger Hohe Friedensfest wurde im Dezember 2018 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Der 8. August, an dem Augsburg das Hohe Friedensfest jedes Jahr seit 1650 feiert, ist vermutlich weltweit der einzige Feiertag, der sich nur dem Gedanken der Toleranz und des Friedens widmet. Augsburg begeht diesen einzigartigen städtischen Feiertag mit einem vielfältigen Programm, das mehrere Wochen vor dem 8. August beginnt.

Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung:

Kulturamt der Stadt Augsburg / Friedensbüro

Christiane Lembert-Dobler (Leitung)

Telefon: 0821-324 32 62

E-Mail: friedensstadt@augsburg.de

http://www.friedensstadt-augsburg.de

Facebook: www.facebook.com/friedensstadt.augsburg

Pressekontakt

Tina Bühner | Kulturmagd PR

+49 (0) 821 24 40 75 97

+49 (0) 151 12 90 8000

presse@friedensstadt-augsburg.de

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Pressemitteilung

»DenkRaum« mit Dr. Ludwig Spaenle am Donnerstag, 16.1.: »Gesicht zeigen, Haltung zeigen – Antisemitismus begegnen«