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Absage wegen steigender Infektionszahlen: »Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement«

18. Oktober 2020
  • Öffentliche Veranstaltungen der Reihe sind abgesagt, da viele Beteiligte eine weite Anreise haben.
  • Interne Gespräche zwischen Künstler*innen und Studierenden werden online stattfinden.
  • Veröffentlichung eines Essaybandes zum Thema Literatur und Engagement ist geplant.

Augsburg, 17. Oktober: Prof. Dr. Stephanie Waldow von der Universität Augsburg mit dem Sensemble Theater und dem Friedensbüro Veranstalterin der Literatur-Reihe erklärt: „Wir sind natürlich schon länger mit der aktuellen Lage beschäftigt, haben Hygienekonzepte ausgearbeitet, Programme umgestellt und zuletzt hat das Theater sogar noch einen Virenfilter angeschafft. Wir waren bis heute überzeugt davon, dass es ein wichtiges und richtiges Signal ist, Kulturveranstaltungen nach wie vor stattfinden zu lassen, weil von ihnen keine Gefahr ausgeht, wenn ein gut durchdachtes Hygienekonzept vorliegt und wenn alle Beteiligten mit Sinn und Verstand miteinander umgehen. Und selbstverständlich haben wir uns auf die gemeinsamen Tage sehr gefreut und nicht zuletzt Monate darauf hingearbeitet.

Aber angesichts der immer noch steigenden Zahlen und angesichts der doch sehr eindringlichen Botschaft der Kanzlerin heute morgen, müssen wir leider mitteilen, dass wir die Veranstaltung, so wie wir sie geplant haben, nicht durchführen können. Das hat vor allem den Hintergrund, dass praktisch alle Gäste eine Anreise zu bewältigen haben und wir die ethische Verantwortung dafür nicht tragen können. Es wäre vielleicht sogar das falsche Signal von uns als Kulturschaffenden der Öffentlichkeit gegenüber, wenn man trotzdem die Reisen und das Zusammensein in unterschiedlichen Konstellationen, die auch die öffentlichen Formate mit sich bringen, durchführen würde. Daher haben wir heute morgen entschieden: Kultur unbedingt, allerdings momentan nur im lokalen Kontext und nicht überregional, um das Risiko der Reise, der Unterbringung usw. möglichst auszuschließen.“

Die seit dem Jahr 2018 im Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest etablierte Reihe Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement hat es sich zum Ziel gesetzt, Autor*innen, Kulturschaffende, Studierende und Wissenschaftler*innen an einen Tisch zu bringen, um über aktuelle gesellschaftlich relevante Themen und ihre Bedeutsamkeit in den Künsten zu diskutieren. Zentraler Gegenstand der diesjährigen Ausgabe soll das Thema Rituale sein, das auch das Thema des Friedensfest-Kulturprogramms war.

Am Programm der Reihe waren bzw. sind 2020 beteiligt: mit Matthias Politycki, Doron Rabinovici, Paula Fünfeck, Lena Gorelik, Christiane Neudecker, Claudia Lehmann, Rebekka Kricheldorf, Thomas Lehr, MEHR MUSIK! Ensemble, Stefanie Sixt, Niels Beintker (Moderation).

Die Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement werden veranstaltet vom Sensemble Theater (Sebastian Seidel), der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ethik der Universität Augsburg (Stephanie Waldow) in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg.

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Pressemitteilung

Absage der Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement