Leichte Sprache Marke

Herzlich willkommen auf der Internet-Seite der Friedens-Stadt Augsburg!
Wir möchten, dass viele Menschen mehr über unsere Themen erfahren können.
Aus diesem Grund sind viele Texte hier in Leichter Sprache.
Leichte Sprache ist gut zu verstehen.
Sie ist ein Mittel zur Barriere-Freiheit.
Hier können Sie auf die Leichte Sprache umstellen.

Alles klar!

Service

Terminkalender

Alle Menschen sind frei und gleich? Hannah Arendt und die Menschenrechte

  • DenkRaum
  • Konzert
  • Vortrag
  • Diskussion
18.03.19 Mo
19:00 - 21:00 Uhr

Hannah Arendt musste aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1933 aus Deutschland vor den Nazis fliehen, die dann ihre deutsche Staatsangehörigkeit einseitig aufhoben. Bis zu ihrer Einbürgerung in die USA lebte Arendt seit 1940 als Staatenlose. Es hätte daher nicht überrascht, wenn sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 bejubelt hätte, die zu einem Zeitpunkt erfolgte, als sie noch staatenlos war. Aber Arendt warnte vor einer Überschätzung der Menschenrechte. Sie hatte es erlebt, was es hieß, „nur“ Mensch zu sein. Nur als Mensch behandelt zu werden bedeutet politisch betrachtet, völlig von dem Handeln anderer abhängig zu sein. Ob man „human“ behandelt wird, wie es die Menschenrechte intendieren, oder ob man nur als Lebewesen angesehen und dementsprechend traktiert wird, das alles hängt vom Selbstverständnis der anderen ab. Diesem Selbstverständnis der anderen ist man schutzlos ausgeliefert und muss den einen dankbar sein und den anderen gehorchen, wenn man überleben will. Arendts Schlussfolgerung lautet daher: Die Idee der Menschenrechte geht ins Leere, wenn die Menschen nicht selbst imstande sind, für ihre Einhaltung zu sorgen. Vor allen zugebilligten Katalogen an Menschenrechten muss man zuallererst imstande sein, die Position zu etablieren, Rechte haben zu können, was sagen soll: Man muss politisch handlungsfähig sein. Das gelingt nicht als isoliertes Individuum, sondern nur im Verbund mit anderen Menschen.

Was bedeutet es, Hannah Arendts Überlegungen auf die Gegenwart zu übertragen?

 

Impulsvortrag: Prof. Dr. Llanque, Lehrstuhl für Politische Theorie Universität Augsburg

Moderation: Dr. Barbara Staudinger, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

Musik: Eva Gold

 

Tickets: 7€/ 5€ (erm.) - online bei Reservix, sowie im Kartenvorverkauf an der Tourist- und Bürgerinfo am Rathausplatz, dem AZ-Kartenservice und allen Vorverkaufsstellen mit Reservix-Kartenvorverkaufsystem. Restkarten an der Abendkasse erhältlich (ab 18:30).

 

Veranstalter: Friedensbüro der Stadt Augsburg und Volkshochschule Augsburg

Tickets https://friedensstadt-augsburg.reservix.de/p/reservix/event/1358796

Jazz-Club Augsburg, Philippine-Welser-Str. 11, 86150 Augsburg Anfahrtskarte öffnen
Download

DenkRaum am 18. März 2019
Alle Menschen sind frei und gleich? Hannah Arendt und die Menschenrechte