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Runder Tisch der Religionen

Aktionen

Frieden und Gerechtigkeit für die Völker der Ukraine und Russlands im gemeinsamen Haus Europa

Stellungnahme der Sprecher des Runden Tisch der Religionen zum Krieg in der Ukraine

Es ist Krieg in Europa. Wir beklagen den militärischen Einmarsch in ein unabhängiges Land,  Bomben und Raketen auf militärische und zivile Ziele. Der Angriffsbefehl Wladimir Putins ist durch nichts zu rechtfertigen, welche berechtigten Anliegen Russland gegenüber der Ukraine auch gehabt haben mag. Wir sehen uns verbunden mit den Menschen in der Ukraine und allen mutigen Menschen, die sich in Russland gegen den Krieg stellen.

"Krieg soll nach Gottes willen nicht sein“, formulierte der Ökumenische Rat der Kirchen bei seiner Gründung 1948 in Amsterdam. Der Primas der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat),Metropolit von Kiew und der ganzen Ukraine, Onuphry wandte sich in einer ersten Reaktion gegen den russischen Angriff und nannte jeden Krieg eine Sünde.

Auch die anderen Kirchen der Ukraine verurteilten die Angriffe. Die jüdischen Gemeinden sind in großer Sorge, ebenso die muslimische Gemeinschaft der Krimtataren.

Als Menschen des Glaubens beten wir, dass die Waffen schweigen. Wir beten für die durch Kriegshandlungen bedrohten Menschen, für Menschen, die Zuflucht in anderen Regionen und Ländern suchen. Wir beten für die politisch Verantwortlichen in der russischen Regierung, dass sie die Angriffe stoppen. Wir beten für die ukrainische Regierung und für die Regierungen der NATO-Staaten. Das Feuer des Krieges muss gelöscht werden. Wir bitten die deutsche Regierung und Zivilgesellschaft, die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten und  humanitäre Hilfe einzuleiten.

1959 schenkte die Sowjetunion den Vereinten Nationen die Skulptur eines Künstlers aus der Ukraine. Sie zeigt einen kräftigen Mann, der das biblische Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ in die Tat umsetzt. Seitdem steht dieser Wegweiser zum Frieden im Garten der UNO in New York. Er lädt ein in eine Zukunft, in der die Völker der Ukraine und Russlands in Frieden, wahrer Freundschaft und Selbstbestimmung versöhnt miteinander leben. Eine Zukunft des Friedens und der Gerechtigkeit im gemeinsamen Haus Europa. Dazu wollen wir mit unseren Kräften und Möglichkeiten beitragen.

Augsburg, 26.2.2022

Hogen Harter,  Bodhidharma Zendo Augsburg          Wolfgang Krauß, Mennonitengemeinde

Sprecher des Runden Tisches der Religionen Augsburg

Statement des Runden Tisch der Religionen zum rassistischen Anschlag in Hanau

21.2.2020

Wir, der „Runde Tisch der Religionen“* der Stadt Augsburg, sind entsetzt über den rassistischen Anschlag von Hanau am Abend des 19. Februar. In Wut und Trauer fühlen wir uns mit den Angehörigen der Opfer verbunden.

Unsere Runde besteht aus Menschen verschiedener Hautfarbe und Herkunft, mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen unterschiedlicher kultureller und weltanschaulicher Prägung. Regelmäßig diskutieren wir – auch streitbar – unsere unterschiedlichen Ansichten „über Gott und die Welt“. Dabei erleben wir, dass wir selbst bei den Fragen nach dem Letzten und Absoluten nicht immer übereinstimmen müssen, um in Respekt, Toleranz und im Geist des Friedens die Auffassungen anderer achten und vertrauensvoll miteinander umgehen zu können. Die Begegnung verschiedener Kulturen ist für uns keine Bedrohung, sondern Bereicherung.

Hinter dem Anschlag von Hanau steht eine Gesinnung, die ein tolerantes und friedliches Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft missachtet und zu zerstören versucht. Wir verstehen deshalb diesen Anschlag als einen Angriff auch auf uns selbst. Doch wir werden uns nicht auseinanderdividieren und spalten lassen!

Dies bitten wir auch alle Augsburgerinnen und Augsburger. Unsere Stadtgesellschaft ist dem Label der Friedensstadt verpflichtet. Für Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung ist da kein Platz.

Achtet aufeinander – Friede sei mit euch! Schalom! Assalamu Alaikum!

 

*Zum Runden Tisch der Religionen in Augsburg gehören Christen, Juden, Muslime, Aleviten, Buddhisten und Jesiden jeweils unterschiedlicher Ausrichtung.

Zur Pressemitteilung

Solidaritätskundgebung am 30.10. um 17:00 Uhr auf dem Moritzplatz

Erschüttert von dem Attentat in Halle ruft der Runde Tisch der Religionen* Augsburg auf, ein öffentliches Zeichen für den Frieden in unserer Stadt zu setzen und gegen Antisemitismus, jeglichen Rassismus, gegen Hass und Gewalt aufzustehen. „Wir möchten uns für ein von Mitmenschlichkeit, Achtung und Wertschätzung geprägtes Zusammenleben in unserer Gesellschaft stark machen.“ Die Aktion findet am Mittwoch, 30. Oktober um 17.00 Uhr auf dem Moritzplatz statt. Es wird darum gebeten, eine windgeschützte Kerze mitzubringen.

 

*Zum Runden Tisch der Religionen in Augsburg gehören Christen, Juden, Muslime, Aleviten, Buddhisten und Jesiden jeweils unterschiedlicher Ausrichtung.

 

"Kein Mensch, gleich welcher Religion und Weltanschauung, darf Opfer von Gewalt werden"

Wir, der „Runde Tisch der Religionen“* der Stadt Augsburg, verurteilen den antisemitisch motivierten Anschlag in Halle am jüdischen Feiertag Yom Kippur auf das Schärfste. Wir sind fassungslos und schockiert über diesen barbarischen Akt.

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Darüber hinaus fühlen wir uns solidarisch mit den Jüdinnen und Juden in unserem Land und in unserer Stadt verbunden. Denn dieser Anschlag ist ein Angriff auf uns alle, auf unsere Freiheit und auf unsere Grundwerte.

1. Der Yom Kippur steht für Versöhnung – ein grundlegendes Prinzip für unser menschliches Zusammenleben!

2. In den Zeiten der NS-Diktatur wurden auch Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt Opfer der menschenverachtenden Ideologie – für Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft kein Platz sein!

3. Als Runder Tisch der Religionen fühlen wir uns dem Augsburger Religionsfrieden verpflichtet – kein Mensch, gleich welcher Religion und Weltanschauung, darf Opfer von Gewalt werden!

Hass und Aggression beginnen im Kleinen mit herablassenden Witzen und verächtlichen Bemerkungen. Der Runde Tisch der Religionen ruft alle Augsburgerinnen und Augsburger auf, mutig gegen jegliche Anzeichen von Diskriminierung, Intoleranz und Respektlosigkeit aufzustehen.

Achtet aufeinander – Friede sei mit euch! Schalom! Assalamu Alaikum!

 

*Zum Runden Tisch der Religionen in Augsburg gehören Christen, Juden, Muslime, Aleviten

Friedensgrüße bei der Friedenstafel 8.8.2017, Foto Christian Menkel

Friedensgrüße an der Augsburger Friedenstafel

Die Friedensgrüße des Runden Tisches der Religionen sind inzwischen feste Tradition im Rahmen der Eröffnung der Friedenstafel auf dem Rathausplatz am 8. August.

Friedensgebet, Foto Christian Menkel

Punkt 7

Am Vorabend des Augsburger Hohen Friedensfests lädt der Runde Tisch der Religionen zum multireligiösen Friedensgebet „PUNKT 7“ auf den Rathausplatz ein.

Manhae-Preis c Stadt Augsburg

Verleihung des Manhae-Friedenspreises

2012 erhielt der Runde Tisch der Religionen den südkoreanischen Manhae-Friedenspreis für interreligiösen Dialog. Am 12. August 2012 nahm Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl den Preis in der südkoreanischen Provinz Ganwon-do entgegen. Aus den Preisgeldern i.H.v. 20.000 € wird der Religionsatlas Augsburg entwickelt.

Augsburger Religionsatlas

Mit Hilfe der Preisgelder des Manaeh-Preis sollte ein Projekt entwickelt werden, das Orientierung schafft und gleichzeitig den interreligiösen Dialog intensiviert. So entsand die Idee zum Augsburger Religionsaltas. Dieser wurde in enger Kooperation mit dem Friedensbüro entwickelt und ging 2018 online. Als interaktiv konzipierter Stadtplan lädt der Religionsatlas dazu ein, die religiöse Vielfalt in Augsburg zu erkunden .

Spendenübergabe c Anne Wall

„Gewalt im Namen Gottes ist Gotteslästerung“

Im Herbst 2014 rief der Runde Tisch der Religionen zur Solidarität mit den Opfern des Islamischen Staates und zu einer Spendenaktion für Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze auf. 30.000 € werden an die Hilfsorganisation Roter Halbmond gespendet.

Wir weigern uns Feinde zu sein

„Wir weigern uns, Feinde zu sein“

Anlässlich der Pariser Terroranschläge lud der Runde Tisch der Religionen zu einem multireligiösen Friedensgebet ein. 300 Menschen gedachten am 17. November 2015 im Augsburger Annahof der Opfer und beteten für Frieden in der Welt.